|
Das Safer Future Youth Developement Projekt gründete 2002/03 mit Unterstützung der Vorarlberger Landesregierung eine Mobile Life Skills Training Unit.
Ziel ist es ländliche Gemeinden, wo keine Möglichkeit für eine Berufsausbildung besteht, durch ein life skills training, das Lehren von lebensnahen Fertigkeiten, in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Das Programm ist äußerst erfolgreich und leistet einen Beitrag zur Integration junger und oft kriegsgeschädigter Menschen in die Gesellschaft. Viele Organisationen haben ihre Aktivitäten in ländlichen und abgelegenen Regionen stark eingeschränkt. Gründe dafür sind das schlechte Straßennetz, weite Entfernungen, hohe Kosten und weitere Erschwernisse bei solchen Initiativen. Obwohl große Eingriffe stattgefunden haben, leiden gerade ländliche Region besonders unter Arbeitslosigkeit und Analphabetismus. Mit den im mobile life skills programm vermittelten Fähigkeiten konnten 120 auf dem Land lebende Menschen ihr alltägliches Leben verbessern und neu Einkommensmöglichkeiten schaffen. Es wurden 6 ländliche Gemeinden in Sierra Leone, welche besonders von den Folgen des Krieges betroffen waren, in das Programm einbezogen. Workshops mit Inhalten wie Gemeinschaftsorganisation, Finanzmanagement, Familie und Erziehung, HIV/AIDS Aufklärung und Konfliktmanagement wurden angeboten. Zusätzlich wurden Kurse für das Färben von Stoffen und Seifenherstellung abgehalten. Seife ist ein vielfach benötigtes Produkt das mit dem lokal ausreichend vorhandenem Palmöl leicht hergestellt werden kann. Die Produktion beider Waren bietet eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit für die Dorfbewohner, traditionell Bauern. Nach Ende des Trainings wurde jede Arbeitsgruppe mit dem nötigen Equipment für die Seifenproduktion ausgestattet. So ist für ihre Arbeit sowohl Nachhaltigkeit als auch Selbständigkeit gewährleistet. In den Gemeinden wurden Development Groups gegründet welche die Verantwortlichkeit für die Seifenproduktion und Administration tragen. Gelder aus dem Verkauf helfen der Dorfgemeinde anfallende Kosten wie Schulgebühren, Kosten für medizinische Behandlungen oder für den Erhalt des Farmlandes zu begleichen. |